Recht vermittelt e.V.

JURISTISCHE FAKULTÄT

I. Recht vermittelt e.V. – Vorstellung des Vereins

Die studentische Initiative Recht vermittelt e. V. bringt Verfassungsrecht dorthin, wo es junge Menschen am meisten prägt: in den Schulunterricht. Nicht zuletzt anlässlich des 75. Geburtstags des Grundgesetzes haben sich die rund 20, überwiegend studentischen Mitglieder zur Aufgabe gemacht, ein für Schüler:innen attraktives, interaktives Lehrangebot zu entwickeln, das im Schulalltag ansonsten kaum Platz findet.

Zweck der Initiative sind die Demokratieförderung, Berufsorientierung und Wissenschaftskommunikation:

  1. Politische Bildung in der Schule bleibt oft abstrakt – Grundrechte werden gelehrt, aber selten tatsächlich begriffen. Die Initiative schließt diese Lücke mit interaktiven 1,5-stündigen Workshops von Studierenden, in denen Schüler:innen ab Klasse 8 in den Fächern Politik, Geschichte, Wirtschaft oder Werte und Normen sowie in gesellschaftlich orientierten AGen anhand alltagsnaher Fälle selbst erarbeiten, was Grundrechte eigentlich sind, was sie so besonders macht und wo ihre Grenzen liegen. Weil die Workshops von Studierenden statt von Lehrkräften gehalten werden, entsteht ein offener Dialog auf Augenhöhe, der Vertrauen in demokratische Institutionen und Rechtsstaatlichkeit stärkt – gerade in einer Zeit wachsender politischer Polarisierung.
  2. Als erwünschten Nebeneffekt eröffnet die Initiative Einblicke in das Jurastudium, die Schüler:innen aus bildungsfernen Elternhäusern sonst verwehrt bleiben. Alle jungen Menschen verdienen die Chance, von einem Jurastudium begeistert zu werden und das Jurastudium verdient im Gegenzug eine sozio-ökonomisch diverse Studierendenschaft.
  3. Schließlich fordert Recht vermittelt die Studierenden der Juristischen Fakultät heraus, die im Studium erlernten Inhalte für Schüler:innen verständlich zu machen. Die damit verbundene Fähigkeit, aus der eigenen Disziplin heraus zu kommunizieren, sowie das entsprechende Bedürfnis gehören in ein juristisches Studium. Denn der Rechtsstaat braucht Jurist:innen, die ihn nicht nur gestalten, sondern auch über die eigenen Fachgrenzen hinaus begreifbar machen.

Fundierte Vorbereitung: Die Studierenden werden von entsprechend ausgebildeten Jurist:innen in einem eigenen Schlüsselqualifikationsseminar vorbereitet, in dem rhetorische, didaktische und fachliche Grundlagen eingeübt werden, bevor eigenständig vor eine Schulklasse getreten wird. Dieses Seminar wird im Wintersemester 2026/27 bereits zum vierten Mal angeboten. Es stellt sicher, dass die Workshops fachlich fundiert, didaktisch durchdacht und altersgerecht aufbereitet sind.

Was die Initiative bereits erreicht hat:

  • Über 20 Schulworkshops im Raum Hannover, mit durchweg positiver Rückmeldung von Lehrkräften und Schüler:innen.
  • Teilnahme an der Ideenexpo 2026 mit einem eigenen Workshop-Konzept in Kooperation mit der ZSB der LUH.
  • Ausrichtung eines Demokratiefördertags mit der Sophienschule Hannover.
  • Auszeichnung mit dem „Leibniz Talent Award“ der LUH, die das Konzept als besonders förderungswürdig bestätigt.

II. Finanzieller Unterstützungsbedarf

ca. 2.500 € zur Finanzierung einer studentischen Hilfskraftstelle für die Kommunikation mit den Schulen.

Derzeit stemmen die ehrenamtlichen Mitglieder Terminakquise, Abstimmung mit Kollegien und individuelle Terminvereinbarungen komplett neben Studium und inhaltlicher Workshop-Vorbereitung. Das kostet Zeit, die eigentlich der Qualität der Workshops und der Betreuung der Studierenden zugutekommen sollte, und begrenzt strukturell, wie viele Schulen die Initiative überhaupt erreichen kann.

Konkret übernimmt die Hilfskraft:

  • aktive Ansprache neuer Schulen und Aufbau eines verlässlichen Schulnetzwerks
  • Terminkoordination zwischen Schulen und den vorbereiteten Studierenden-Teams
  • laufende Kommunikation mit Kollegien, inklusive Nachbereitung und Einholen von Feedback
  • Pflege einer Übersicht über Wartelisten, Kapazitäten und wiederkehrende Schulpartnerschaften

Die stud. Hilfskraft würde institutionell an das Dekanat der juristischen Fakultät Hannover angegliedert werden.

Wie das den Verein fördert:

Die Nachfrage der Schulen wächst spürbar; sogar schneller als die ehrenamtlichen Kapazitäten der Initiative. Um dem steigenden Interesse gerecht zu werden und langfristig auch über einzelne Studierendenjahrgänge hinaus verlässlich arbeiten zu können, benötigt die Initiative gezielte Unterstützung beim Wachstum.

Feste Kapazitäten für Kommunikation und Koordination lösen den derzeit größten Engpass der Initiative: Sie kann gezielt auf Schulen zugehen, Wartelisten abbauen und mehr Klassen pro Semester erreichen. Zugleich professionalisiert sich die Außendarstellung gegenüber Schulen und Kollegien, was ihr wiederum bei künftigen Kooperationen zugutekommt. Vor allem aber verankert die Hiwi-Stelle die Schulkommunikation institutionell und sichert so, dass Recht vermittelt auch über den aktuellen Studierendenjahrgang hinaus verlässlich weiterarbeiten kann.

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