Biomedizintechnik in Hannover – die Zukunft hat begonnen

Thema „Gefäße“

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Am 28. Mai fand der fünfte Vortrag der Vortragsreihe zum Thema „Biomedizintechnik in Hannover – die Zukunft hat begonnen“ statt. Thema waren die Gefäße.

Prinzipiell unterscheidet man Arterien, die sauerstoffreiches Blut im sogenannten Hochdrucksystem vom Herzen ausgehend in die in die Peripherie transportieren und Venen, die verbrauchtes, sauerstoffarmes Blut im sogenannten Niederdrucksystem zurück zu Herz und Lunge leiten. Beiden Gefäßen gemeinsam ist eine schlauchartige Form und ein ähnlicher Wandaufbau. Da Arterien einem deutlich höheren Druck ausgesetzt sind als Venen, haben sie eine kräftigere Wandstruktur, sind aber insgesamt anfälliger für Schädigungen.
Erhöhte Blutfett- und Zuckerwerte oder ein zu hoher Blutdruck hinterlassen so im Laufe des Lebens Spuren, die dann schließlich zu Wandverkalkungen führen – der sogenannten Arteriosklerose. Im Alltag äußert sich dieses z.B. durch eine Verminderung der körperlichen Belastbarkeit, Schmerzen beim Laufen (Schaufensterkrankheit) oder Brustschmerzen (Angina pectoris), die schlimmsten Falls z.B. in einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt münden können. Längerstreckig und hochgradig verkalkte oder gar verschlossene Gefäßabschnitte müssen daher ersetzt oder umgangen (Bypass-OP) werden, um die dahinter liegenden Abschnitte des Körpers wieder ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.
Stehen keine körpereigenen Venen zur Verfügung muss auf künstliche Gefäßprothesen zurückgegriffen werden, die jedoch häufig von erneuten Verschlüssen und Infektionen betroffen sind. Die Generierung optimaler „neuer“ Gefäße aus biologischen und möglichst körpereigenen Materialien steht daher im Mittelpunkt der aktuellen Forschung.

Zu diesem Thema erwarteten die Zuhörer folgende Vorträge: „Gefäßimplantate – neue Power für schwache Muskeln (Schaufensterkrankheit, Koronarsklerose und Co.)“ von Herrn Prof. Dr. Mathias Wilhelmi (Medizinische Hochschule Hannover), „Bioprozesstechnik: Wege zu funktionalen Implantaten“ von Herrn Prof. Dr. Thomas Scheper (Leibniz Universität Hannover) und „Recht, Ethik und Regenerative Medizin: Innovative Gesundheitstechnologien und ihre Regulierung“ von Herrn Prof. Dr. Nils Hoppe (Leibniz Universität Hannover).

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